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St. Martin

Meins, deins – warum teilen wir?

„Mein Fahrrad, meine Puppe, überhaupt: Alles ist meins! Ich teile nicht, nicht mit dir, mit niemandem! Warum soll ich teilen? Teilen macht keinen Spaß!“

Stimmt! Teilen macht nicht immer Spaß, weil sich Anton gleich über die ganze Tüte Süßigkeiten hermacht, wenn man ihm etwas anbietet.


Teilen fühlt sich auch nicht gut an, wenn man selten etwas ganz für sich alleine hat.

Und Teilen kann auch richtig wehtun, wenn man sich plötzlich Mama oder Papa mit einem neuen Geschwisterchen teilen muss. Dann fällt das Teilen schwer, macht traurig oder sogar wütend.

Teilen

Vielleicht muss man auch nicht alles teilen oder verschenken, wie das kleine Mädchen in dem Märchen „Sterntaler“ oder für drei Tage ins Gefängnis gehen wie Sankt Martin, weil er das Eigentum des Kaisers geteilt hat.

Das Teilen und das Schenken haben zwei Seiten. Die eine Seite findet man vielleicht nicht so toll, weil man sich von etwas trennen muss. Die andere Seite bringt schöne Gefühle: Freude und Dankbarkeit. Es kommt ganz darauf an, warum ich etwas mit jemandem teile oder etwas verschenke. Anton nimmt sich zwar immer viel zu viele Süßigkeiten, aber wenn ich Hilfe brauche, hat er immer Zeit. Wenn man mit jemandem teilt oder ihm etwas schenkt, von dem man weiß, dass er es braucht und sich sehr darüber freut, dann ist seine Freude auch meine Freude.
Und das Geschwisterchen? Ich gebe zu, jüngere Geschwister können ganz schön nerven, aber ohne sie würde in der Familie etwas fehlen. Mit wem kann man sonst so herrlich über den größten Blödsinn lachen und auch welchen machen?

Mitgefühl ist das Zauberwort

Geteilte Freude ist doppelte Freude, geteilter Schmerz ist halber Schmerz – so sagt man. Und tatsächlich: Die Freude ist größer, wenn sich ein anderer mit mir freut und der Kummer wird weniger, wenn mir jemand zuhört und Trost schenkt. 
Mitgefühl ist das Zauberwort. Das Mitgefühl des kleinen Mädchens hat die Sterntaler vom Himmel fallen lassen. Mitgefühl hatte Sankt Martin mit dem Bettler. Ihm war es egal, dass er dafür bestraft wurde.

In vielen Regionen und Gemeinden finden zum Martinstag Aktionen zum Thema „Teilen“ statt. Das fängt beim Teilen der Martinshörnchen nach dem Laternenumzug an und hört bei vielen Sammelaktionen längst noch nicht auf. Wir haben für euch Zimtbrötchen gebacken, die man prima teilen kann.
Das Kindermissionswerk und die „aktion hoffnung“ rufen gemeinsam zum Projekt „Martin könnte jeder sein - Kleider teilen zu Sankt Martin“ auf. Mit Kleider- und Kuscheltierspenden wird Kindern in armen Ländern wie Peru, der Mongolei oder Bolivien geholfen. In vielen Kirchengemeinden wird Geld gesammelt und an Hilfsprojekte für Kinder gespendet.
Auch auf diese Art und Weise kann man sein Mitgefühl zeigen und Anteil nehmen.

Meins, deins,
komm wir teilen das,
mal wird eins mehr,
mal wird eins weniger,
aber immer wird
aus meinem
und deinem
UNSER

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