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Ich träume von einer Kirche, die weit ist und offen für alle,

die heimatlos Halt und Hilfe suchen.

Ich träume von einer Kirche,

die nicht auf Ämter setzt und auf Sicherheit,

sondern auf Liebe und Vertrauen.

Ich träume von einer Kirche,

in der das Wort ihres Herrn mehr gilt

als die Erfolgsrezepte der Welt.

Ich träume von einer Kirche, die, ganz irdisch, die Erde hütet

und alles, was lebt, mitnimmt auf dem Weg in den Himmel.

 

(Aus: E. Beck, Gemeindebibel, Lesejahr A-B-C © Verlag Kath. Bibelwerk GmbH, Stuttgart 2004, S. 248)

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Wir wollen Jesus sehen.

Wir wollen ihm zuhören, wenn er Worte sagt, die unser Herz berühren.

Wir hören so viel - jeden Tag: Slogans, Wahlparolen, Versprechungen, Verkehrslärm, Gerede, Musik vom Endlos-Band ...

Wir wollen Worte hören, die von der Liebe zu den Fremden und Übersehenen sprechen.

Wir wollen Jesus sehen, der seine Hand auf Wunden legt.

 

Wir wollen Jesus sehen, wie er über‘s Wasser geht.

Wir wollen, dass er unsere Hand ergreift,

damit wir Mut und Kraft bekommen zum Glauben.

Wir wollen Jesus zuhören, wenn er sich an Gott, den Vater, wendet.

Wir wollen einen Blick bekommen für die Schönheit der Feldblumen

und die Selbstverständlichkeit, mit der die Vögel aus Gottes Fülle leben.

 

Wir wollen Jesus sehen, wie er seinen Jüngern die Füße wäscht,

der sich klein macht, der tut, was man nicht tun müsste,

wir wollen selbst Nähe und Berührung zulassen -

und uns treffen lassen vom Leid der Menschen.

 

Wir wollen Jesus sehen, wenn er schwach ist,

wenn er Angst vor dem Tod hat, wenn er dem Zorn nachgibt,

wenn er menschlich ist.

Wir wollen Menschen, bei denen wir schwach sein können,

aber auch leidenschaftlich.

Wir wollen Menschen, die den Tod nicht totschweigen, und:

Wir wollen Jesus hören, wie er Worte des Lebens spricht.

Wir wollen mit Jesus auferstehen aus Ängsten, aus aller Gebundenheit.

 

Wir wollen Jesus sehen.      Petra Gaidetzka

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Unterwegs zu dir

Aus: Elmar Simma; Hätte aber die Liebe nicht., Otto Müller -Verlag, Salzburg, Wien, 2001

 

 

Als Zeugen deiner Liebe 
sind wir unterwegs zu dir.
Als Glieder deiner Kirche
sind wir unterwegs zu dir.
Wenn wir von unserem Brot und Leben teilen,
sind wir unterwegs zu dir.
Wenn wir die Schwachen stützen,
sind wir unterwegs zu dir.
Wenn wir Kranke betreuen,
sind wir unterwegs zu dir.
Wenn wir für die Bedrängten beten,
sind wir unterwegs zu dir.
Wenn wir Kinder unterrichten,
sind wir unterwegs zu dir.
Wen wir bei Sterbenden verweilen,
sind wir unterwegs zu dir.
Wenn wir uns gegen Unrecht stellen,
sind wir unterwegs zu dir.
Aus allen Städten und Dörfern,
sind wir unterwegs zu dir.
Als Boten der Gerechtigkeit und des Friedens,
sind wir unterwegs zu dir.
Wenn wir Gottesdienst feiern,
sind wir unterwegs zu dir.

(Lied aus Südamerika)

 

 

Papst Franziskus fordert  die großen Religionen eindringlich zu einem Bekenntnis zum Frieden auf. „Das Thema Religion findet sich derzeit immer wieder auf Seite eins der Zeitungen – leider oft im Zusammenhang mit Gewalt.“ Das schreibt der Präsident des päpstlichen Dialogrates, Kardinal Jean-Louis Tauran, in einer Botschaft, die an diesem Samstag veröffentlicht wurde.

Das Schreiben aus dem Vatikan richtet sich an die Buddhisten, Anlass ist ihr Vesakh-Fest. Der Inhalt allerdings geht keineswegs nur oder in erster Linie Buddhisten an, sondern zielt auf die Religionen überhaupt. Religionen müssten „dringend eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit fördern“, schreibt der aus Frankreich stammende Kurienkardinal.

„Während viele Gläubige sich tatsächlich für Frieden einsetzen, instrumentalisieren andere die Religion, um Taten der Gewalt und des Hasses zu rechtfertigen“, beklagt Tauran. Zwar sei die weltweite Zusammenarbeit zwischen den Religionen immer enger, „doch gleichzeitig erleben wir auch eine Politisierung der Religion“. Das verlange von den Religionen „ein Zurückweisen von Gewalt in all ihren Formen“.


Gott, es sagt sich so leicht und wir sagen es täglich:

„Dein Wille geschehe!“

Aber wenn Du dann willst,

irgendetwas oder gar alles –

dann sagen wir: Nein! Ausgeschlossen!

Das kann doch nicht wahr sein!

Wie sollen wir das schaffen?

Wie sollen wir das aushalten?

Unmöglich!

Dein Sohn aber sagt:

„Nichts wird euch unmöglich sein!

Wenn ihr nur Glauben habt!

Auch wenn dieser so klein ist wie ein Senfkorn!“ (Mt 17,20)

Denn wer glaubt, dem wird Macht gegeben, in dem – wohnt Gott.

Und bei Gott – ist nichts unmöglich.

Gott ich glaube!

Hilf meinem Unglauben!

(Verfasser unbekannt)

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Sobald sich die Herzen voneinander entfernen,

entsteht Krieg.

Wir wollen eine Welt des Friedens,

wir wollen Männer und Frauen des Friedens sein,

wir wollen, dass in dieser unserer Gesellschaft,

die von Spaltungen und Konflikten durzogen wird,

der Friede ausbreche!

Nie wieder Krieg!

Nie wieder Krieg!

Papst Franziskus

Gewalt und Krieg sind niemals der Weg des Friedens sein.

Vergebung, Dialog, Versöhnung sind die Worte des Friedens -

in der geliebten syrischen Nation,

im Vorderen Orient,

in der ganzen Welt.

 

Wir haben unsere Waffen vervollkommnet,

unser Gewissen ist eingeschlagen,

und wir haben ausgeklügeltere Begründungen gefunden,

um uns zu rechtfertigen.

Papst Franziskus

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Gott ist der Gott der Freude.

Die Freude ist also die echte religiöse Haltung.

Franz von Sales (François de Sales)

Wünsche nicht,

etwas anderes zu sein

als was Du bist,

aber versuche, 

dies so gut wie möglich zu sein. 

                                                                                                                                            Hl. Franz von Sales

Christsein ist nicht nur ein Glaube, der sich nach Christus ausstreckt,

sondern drückt sich am kraftvollsten aus in der Hingabe zueinander.

Gordon MacDonald 

Jede christliche Gemeinschaft muss

eine Oase der Liebe und Herzlichkeit

in der Wüste der Einsamkeit und Gleichgültigkeit sein.

Papst Franziskus

                                                                        *******************

Europa hat den weisen, kühnen und tapferen Widerstand Jesu von Nazareth als passiven Widerstand missdeutet, wie wenn es sich um die Tat eines Schwächlings handelte. Als ich das Neue Testament zum erstenmal las, fand ich nichts von Passivität oder Schwäche an Jesus in den Schilderungen, die die vier Evangelien von ihm geben.
 Mahatma Gandhi (Mohandas Karamchand G. 1869-1948) indischer Freiheitskämpfer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes

Wenn Ihr Land und das meinige aufgrund der Lehren zusammenkommen, die von Christus in der Bergpredigt niedergelegt wurden, werden wir die Probleme gelöst haben, nicht nur diejenigen unserer Länder, sondern auch die der ganzen Welt.
Mahatma Gandhi (Mohandas Karamchand G. 1869-1948) indischer Freiheitskämpfer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes

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Barmherzigkeit, das sei ein Lebensstil, so der Papst Franziskus vor Zehntausenden Besuchern auf dem Petersplatz. Und er empfahl einen Dreischritt zur Umsetzung dieses Lebensstils: „Barmherzigkeit hat Augen, zu sehen, Ohren, zu hören, und Hände, um aufzuhelfen.“

Der Alltag biete viele Gelegenheiten, die Bedürfnisse von armen und leidgeprüften Menschen wahrzunehmen, viele von uns aber gingen in Gleichgültigkeit daran vorbei. Diese Gleichgültigkeit „macht scheinheilig und ohne dass wir es merken, mündet sie in eine spirituelle Lethargie, die den Geist unempfindlich macht und das Leben steril.“

Die globalisierte Welt, fuhr der Papst fort, schafft heute neue Formen der materiellen und der geistigen Armut. Es gelte, „wach wie Funken“ zu sein, damit „der Blick des Christen angesichts der neuen, von der Wohlstandskultur geschaffenen Formen der Armut nicht schwach wird und unfähig dazu, das Wichtige zu sehen.“ Das Wesentliche sei es in einer solchen Lage, auf Jesus zu sehen und Jesus im Hungrigen zu sehen, im Gefangenen, im Kranken, im Unbekleideten, im Arbeitslosen, der eine Familie zu ernähren hat. Aber auch in jenem, der einsam und traurig ist, der sich täuscht und Rat braucht, in jenem, der Bedarf nach einer Begleitung in der Stille hat.“

Papst Franiskus über Europa

 

„Von mehreren Seiten aus gewinnt man den Gesamteindruck der Müdigkeit, der Alterung, die Impression eines Europas,

das Großmutter und nicht mehr fruchtbar und lebendig ist.

Demnach scheinen die großen Ideale, die Europa inspiriert haben,

ihre Anziehungskraft verloren zu haben

zugunsten von bürokratischen Verwaltungsapparaten seiner Institutionen.“ (Ansprache an das Europaparlament, Straßburg,  25. November 2014)

 

„Wir können Europa fragen:

Wo ist deine Kraft?

Wo ist jenes geistige Streben, das deine Geschichte belebt hat

und durch das sie Bedeutung erlangte?

Wo ist dein Geist wissbegieriger Unternehmungslust?

Wo ist dein Durst nach Wahrheit,

den du der Welt bisher mit Leidenschaft vermittelt hast?“

(Ansprache vor dem Europarat, Straßburg, 25. November 2014)

 

 „Die Stunde ist gekommen, gemeinsam das Europa aufzubauen,

das sich nicht um die Wirtschaft dreht,

sondern um die Heiligkeit der menschlichen Person,

der unveräußerlichen Werte;

das Europa, das mutig seine Vergangenheit umfasst

und vertrauensvoll in die Zukunft blickt,

um in Fülle und voll Hoffnung seine Gegenwart zu leben.

Es ist der Moment gekommen,

den Gedanken eines verängstigten

und in sich selbst verkrümmten Europas fallen zu lassen,

um ein Europa zu erwecken und zu fördern,

das ein Protagonist ist und Träger von Wissenschaft,

Kunst, Musik, menschlichen Werten

und auch Träger des Glaubens ist.

Das Europa, das den Himmel betrachtet und Ideale verfolgt;

das Europa, das auf den Menschen schaut, ihn verteidigt und schützt;

das Europa, das auf sicherem, festem Boden voranschreitet,

ein kostbarer Bezugspunkt für die gesamte Menschheit!“

(Ansprache an das Europaparlament, Straßburg,  25. November 2014)

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„Wir sind nicht auf Erden, um ein Museum zu hüten,

sondern einen Garten zu pflegen,

der von blühendem Leben strotzt

und für eine schöne Zukunft bestimmt ist.“(  Papst Johannes XXII)

In diesem Sinne, lassen wir uns von der Vision des Gartens anstecken und bauen mit...

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                                                                 Man fällt nicht über seine Fehler.

Man fällt immer über seine Feinde,

die diese Fehler ausnutzen.

Kurt Tucholsky

Gehe mutig von Augenblick

zu Augenblick auf dem Weg,

auf den Gott dich gestellt hat.

Louise de Marillac

Ohne Träume und Visionen

kann nichts Großes entstehen

 Schön ist eigentlich alles,

was man mit Liebe betrachtet

 Die beste Freundin – der beste Freund

ist der Ruhepunkt,

zu dem man immer wieder

zurückkehren kann.

 Es gehört mehr Mut dazu,

ein guter Christ zu sein

als ein schlechter.

 Das Schwerste für den Menschen ist

die Selbsterkenntnis

 Viel Kälte ist unter den Menschen,

weil wir nicht wagen,

uns so herzlich zu geben,

wie wir sind.

 Das Geheimnis des Können

liegt

im Wollen 

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Die schlimmste Armut ist Einsamkeit und das Gefühl, unbeachtet und unerwünscht zu sein. (Mutter Teresa)

Für Kinder und in Familien ist Beten dringend nötig.

Liebe beginnt zu Hause und daher ist es wichtig,

dass man zusammen betet.

Wenn ihr zusammen betet,

werdet ihr zusammenbleiben und euch so lieben,

wie Gott jeden von euch liebt.

     

Gott hat uns geschaffen,

damit wir leben und geliebt werden.

     

Gib der Welt das Beste, was du hast - es wird nicht genug sein.

Trotzdem - gib weiter dein Bestes.

     

Gott achtet nicht darauf,

wie viel wir tun,

sondern

mit wie viel Liebe wir etwas tun.

     

Gott ein Freund der Stille.

Seht, wie die Bäume,

die Blumen,

das Gras in einer tiefen Stille wachsen,

wie Sterne, Mond und Sonne in der Stille auf-

und untergehen.

     

Gott hat die Armut nicht erschaffen.

Er erschuf nur uns.

Ich glaube nicht an das Recht des Stärkeren,

an die Sprache der Waffen, an die Macht der Mächtigen.

Doch ich will glauben an das Recht der Menschen,

an die offene Hand, an die Gewaltlosigkeit.

Ich will nicht glauben an Rasse oder Reichtum,

an Vorrecht und Privilegien, an feststehende Ordnungen.

Doch ich will glauben, dass alle Menschen wirklich Menschen sind

und dass die Ordnung des Unrechts wirklich Unordnung ist.

Ich glaube nicht, dass ich Unrecht bekämpfen kann,

wenn ich irgendein Unrecht bestehen lasse.

Doch ich will glauben, dass das Recht ungeteilt ist - hier und dort - und dass ich nicht frei bin, solange noch irgendein Mensch Sklave ist.

Ich glaube nicht, dass Liebe Selbstbetrug, Freundschaft unzuverlässig und alle Worte Lügen sind.

Doch ich will glauben an die Liebe, die erträgt, an die Offenheit und das Vertrauen zueinander

und an ein Wort, das wirklich sagt, was es sagt.

 (Aus: Hildegard Goss-Mayr, Der Mensch vor dem Unrecht, Europa-Verlag Wien 2. Auflage 1976)

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Letzte Änderung:

12. Dezember 2017